Wir über uns - Geschichtliches der Schmiede Fister

Am 01. Juni des Jahres 1876 eröffnete Robert Fister in Artern/Thüringen als gelernter Hufschmied eine Schmiede im durch ihn erworbenen Haus Schlossstraße/Ecke Sündergasse. Er wurde Mitglied der damaligen Schlosser-, Schmiede- und Wagnersinnung zu Artern und begann bereits Lehrlinge auszubilden, die beim Meister wohnten und Kost und Logis frei hatten. Es wurden Pferde beschlagen, eiserne Wagenbeschläge gefertigt, Pferderaufen und Gitter aller Art hergestellt, Äxte und Hacken geschärft und Landmaschinen repariert. Qualitätsarbeit wurde Robert Fisters Leitsatz und blieb es in Fisters Schmiede bis zum heutigen Tage.

Am 01. Januar 1920 übernahm Roberts Sohn Paul dann den Schmiedebetrieb und führte diesen bis zum 01.04.1958. Er entwickelte eine Wirtschaftsstrategie, die, natürlich, Qualitätsarbeit, Vergrößerung des Kundenstammes, Modernisierung der Schmiede und sorgfältiger Umgang mit der Kundschaft beinhaltete. All diese Leitsätze werden noch heute von Generation zu Generation weitergegeben und gepflegt.

Mit dem Übergang der Schmiede in die Hände der 3. Generation am 01. April 1958 an Siegfried Fister, dem jüngsten Sohn Pauls, begann auch dan Ende des Hufbeschlages und der neue Übergang zum Metallbau. Wie auch sein Vater und Großvater hatte Siegfried Fister neben der Meisterprüfung zum Schmiedehandwerk die Hufbeschlagprüfung abgelegt, jedoch durch Verdrängung der Pferde durch Trakoren entfiel der Beruf "Schmied für Hufbeschlag und Wagenbau" und starb aus. Die Arbeit litt unter dem Problemschwerpunkt der Materialbeschaffung während der gesamten DDR-Zeit, so dass Siegfried Fister die Schmiede nur noch allein mit Hilfe seiner Ehefrau betrieb. Dennoch überstand er diese Zeit durch neue Ideen, gute Arbeit und viel Geschick. Seine neuen Produkte gefielen den Leuten und so wurde Siegfried Fister nach und nach der Haupthersteller von kunsteisernen Zäunen, Türen und Toren in Artern und Umgebung.

Sein Enkelsohn Steffen Baumann erlernte den Beruf des Schmied- und Metallbauers und legte im Jahre 1995 seine Meisterprüfung als Metallbauer ab. Am 01. Juni 1996, dem 120. Geburtstag der Schmiede Fister, übernahm Steffen Baumann den Schmiedebetrieb. Um den Namen Schmiede Fister auch weiterhin beibehalten zu können, wurde der Betrieb in die Handwerksrolle Erfurt eingetragen. Unter Steffen Baumann bekam die Schmiede neben ihrem historischen Bild jede Menge neue Werkstatttechnik und passte sich der heutigen Zeit und dem Fortschritt an. Man begann wieder Lehrlinge auszubilden und beschäftigt vier Gesellen. Auch Sohn Eric Robert erlernt inzwischen den Beruf des Metallbauers, so dass die Übernahme in die 5. Generation gesichert ist.